Tag 23: Bad Säckingen – Lottstetten

  • Tourverlauf (bei Komoot): https://www.komoot.de/tour/r206920139?ref=atd
  • Wetter: Sonne satt, bis 27°
  • Länge: 58 km (Plan); 58 km (Ist)
  • Gesamtstrecke (Ist): 1496 km
  • Dauer: 4 Stunden;
  • Höhenunterschied: 430 m (+) / 310 m (-)
  • Highlights: Rheinweg bis Lauterburg, Minigolf bei Waldshut, Hilfe im Hotel Holzreiter
  • Ziel: Hotel Holzreiter, Lottstetten (http://www.booking.com/Share-EB9WCN)

Der Tag begann mit einem Büffet-Frühstück und der größten Auswahl an süßen Aufstrichen, die ich je gesehen hatte. Als Sigrid das Foto an die Familie geschickt hatte, meinte Alex nur: „So muss das Paradies aussehen…“.

Frühstücksparadies für Süße…

Die Wetteraussichten für den Tag zeigten Kaiserwetter an. Hoffentlich würden die Sonnenmilchvorräte reichen…

Ein letztes Foto der wunderschönen Herberge und dann konnte es endlich losgehen. Erst nach ein paar Bundesstraßenkilometern kamen wir wieder an den Rhein. Wie am Vortag war dieser Abschnitt schon fast kitschig schön: Gute Wege direkt am Wasser, viel Schatten und nette Orte (In Murg könnte man sicher auch sehr gut Station für einen Somnerurlaub machen.)

Durch diese hohle Gasse muss sie kommen…

Ein erstes Highlight war Lauterburg. Bevor man in den Ort kam, musste man eine Anhöhe erklimmen, so dass man das süße Städtchen mit ihrem schweizerischen Gegenüber zuerst von oben sah. Die steilen Hänge, der grüne Rhein, die Fachwerkhäuser und das Blau des Schwimmbads strahlten im Sonnenlicht. Hier mussten wir einfach eine Pause machen!

Bis Waldshut ging es dann am Stück ohne Pause weiter, auch hier sehr häufig direkt am Wasser. Dort entdeckten wir eine frisch renovierte Sport-Minigolfanlage, die einfach perfekt war. Wir waren – neben einem Mann – die einzigen Gäste und konnten eine Runde spielen. Mit dem Mann kamen wir dabei ins Gespräch. Er trug ein Köfferchen mit ca. 20 verschiedenen Bällen und schaffte auch einige Bahnen gleich im ersten Versuch. Er stellte sich als ehemaliger Badischer Meister heraus und er war gerne bereit uns ein paar Tipps zu geben. (Die bei mir aber nichts fruchteten: Ich verlor haushoch! Wahrscheinlich war die Bahn doch nicht so toll renoviert… 😉 ).

Die nächste Etappe sollte bis Hochtengen am Rhein entlang gehen, aber hier führte der Weg oft auf Landwirtschaftswegen ohne direkte Sicht auf den Fluss. Im Ort gab es dann – wie in so vielen zuvor passierten – kein Cafe‘ und kein Gasthaus, welches geöffnet hätte. Dafür gab es einen Fahrradhändler, der die Probleme mit Sigrids Schloss lösen konnte.

Auf den letzten 14 Kilometern für heute kreuzten wir einen Schweizer Zipfel (Der Grenzverlauf in dieser Gegend ist wirklich äußerst kurios. Es gibt sogar Enklaven.). Leider war die Schweiz hier nicht so ordentlich, wie es dem Klischee entsprochen hätte: Bei einer Baustelle fing sich Sigrid drei Kilometer vor dem Ziel einen Metallspahn ein, so dass der Reifen in kürzester Zeit platt war.

Ich fuhr vor nach Lottstetten, checkte ein, ließ das Gepäck dort und erwähnte, dass ich zurück fahren müsse, um meiner Frau beim Platten beizustehn. Der Besitzer sagte kurzentschlossen, dass wir ihr mit dem Transporter entgegenfahren sollten, um sie und das Rad einzusammeln. Gesagt, getan. Eine Nachbarin war dann noch mit einem Eimer Wasser behilflich, so dass wir das Loch im Schlauch und den Splitter im Mantel finden konnten. Leider war mein Flickzeug unvollständig (Wer klaut denn immer den Kleber aus diesen kleinen grünen Päckchen…?). So wurde die Reparatur auf den Morgen verschoben, da Sigrid dann sowieso noch etwas arbeiten musste.

Geschafft durch Hitze, leichten Sonnenbrand und die Panne, gingen wir nach dem Essen früh zu Bett.

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