Tag 21: Freiburg – Weil am Rhein

  • Tourverlauf (bei Komoot): https://www.komoot.de/tour/t206401723?ref=atd
  • Wetter: Sonne und Wolken, bis 27°
  • Länge: 67 km (Plan); 68 km (Ist)
  • Gesamtstrecke (Ist): 1382 km
  • Dauer: 4 Stunden;
  • Höhenunterschied: 420 m (+) / 460 m (-)
  • Highlights: Hexental, Staufen, Altrhein bei Kehl mit Sperrwerk
  • Ziel: Carathotel, Weil a.R. (http://www.booking.com/Share-qzxSED)

Überraschung beim Start: Der Kilometerzähler meines Rades zeigt genau 2000.0 km (Davon habe ich über 1300 km mit dieser Tour zurückgelegt.). Das Stevens-Rad hatte die bisherigen Belastungen gut weggesteckt. Der einzige sichtbare Verschleiß zeigte sich an der rechten Pedale, wo sich teilweise schon eine Gummilippe ablöst.

Bei der Abfahrt hatte mein Stevens Rad genau 2000 km runter

Nach einer herzlichen Verabschiedung von Karsten und Ulrike, fuhren wir durch das wunderschöne Hexental gen Süden in Richtung Staufen. Schön war dort eine kleine Töpferei nach Bollschweil, in der wir natürlich zuschlagen mussten…

Sigrid vor der Ruine Staufen
Staufen – ein wunderschöner Ort…

Staufen war dann eine entzückende – und sehr gut besuchte – kleine Stadt. Hier mussten wir erst einmal erkunden, warum es hier so viele Bezüge auf Dr. Faust gibt: Der Sage nach endete hier im Gasthof Löwen der Pakt zwischen Mephisto und Faust, indem der Teufel ihm das Genick brach.

In ebenjenem Gasthof nahmen wir dann einen leckeren Salat zu uns, wobei wir uns über die Risse in diesem und in anderen Gebäuden wunderten. Eine Nachfrage bei der Chefin ergab, dass in Staufen Geothermiebohrungen dazu geführt hatten, dass sich die ganze Stadt angehoben hat. Eine Informationstafel hinter dem Rathaus erläuterte, dass die Bohrungen zur Energiegewinnung für das neue Rathaus gedacht waren. Dabei wurde eine Schicht durchbrochen, unter der es Wasser mit Überdruck gab, welches nun in die Schichten darüber einströmte. Staufen hob sich dadurch mit der unglaublichen Geschwindigkeit von 11 mm pro Monat, was die beobachtbaren Schäden zur Folge hatte. Inzwischen hat man die Löcher wieder abdichten können und der Hub ist nur noch minimal. Dennoch kann man daraus lernen, dass nicht jedes gut gemeinte Öko-Projekt auch wirklich gut ist.

…mit einem rissigen Problem!

Danach brauchten wir etwas, um uns von Staufen an den Rhein vorzuarbeiten (Vorbei an Britzingen (Alter Partnerort der HTV Tischtennisabteilung) und Laufen (Lange Jahre Hauptbezugsquelle für unseren Wein)). Überraschenderweise führte der Radweg kurz vor Bad Bellingen noch einmal steil bergauf. Die Aussicht auf das Oberrheintal und die anschliessende Abfahrt entschädigten nur zum Teil. Jedenfalls waren wir reif für eine Nutzung des Thermalbades in dem Kurort (Sehr warm, schöne Düsen – dem Ischias ging es danach besser…).

Hier wird der Zufluss zum Altrhein-Arm reguliert

Danach fuhren wir lange über den gut befahrbaren Damm an dem Altrheinarm entlang, an dem es sogar Stromschnellen und natürlich ein Regulierungswerk gab. Sigrid ist einmal über das Sperrwerk gefahren, um Frankreich kurz zu besuchen (Auch wenn man sich am Eingang nicht einig war, ob die Grenze nun auf oder zu war…).

Beim Sperrwerk Weil a.R. war man sich wohl nicht einig, ob die Grenze wegen Corona nun auf ist oder zu

Dann war das heutige Ziel erreicht: Ein nettes Businesshotel direkt an der Autobahn. Wir durften die Räder wieder unter der Treppe abstellen (Routiniert schob ich das Rad nun durch das Foyer… ;-)). In der Stadt fanden wir noch einen schönen Griechen (Delphi) direkt am riesigen Bahngelände (Man sieht schon, dass Weil a.R. hauptsächlich durch Logistik geprägt ist. Für die schönen Ecken hat man ja Basel…).

Das heutige Ziel

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