Tag 18: Karlsruhe – Kehl

  • Tourverlauf (bei Komoot): https://www.komoot.de/tour/t204165291?ref=atd
  • Wetter: Sonne und Wolken, bis 24°, ein kurzer Schauer
  • Länge: 76 km (Plan); 95 km (Ist)
  • Gesamtstrecke (Ist): 1224 km
  • Dauer: 6 Stunden;
  • Höhenunterschied: 140 m (+) / 120 m (-)
  • Highlights: Karlsruhe (Pyramide, Schloss, Park an der Alb), Rastatt
  • Ziel: Europa Hotel, Kehl (http://www.booking.com/Share-X9CTaF)

Die Nacht war gut und erholsam. Und auch das Frühstück war ein Genuss. Hier gab es eine neue Variante: Man musste eine von fünf Variationen bei der Anmeldung auswählen (wodurch bei mir dann nur zwei Käsescheiben übrig blieben…)

Von außen ist das Kübler nichts besonderes…

Bei der Abfahrt traf ich noch einen zweiten Radfahrer, der auch bis Freiburg wollte, allerdings an einem Tag. Auch wenn mein Zwischenziel Kehl somit erholsam klingt: Die heutige Etappe war für mich eine der anstrengenderen. Ich hatte angenommen, dass mit zunehmender Dauer auch die Trainings- und Gewöhnungseffekte zunehmen und einem die Etappen immer leichter fallen müssten. Das ist bei mir definitiv nicht der Fall. Evtl. wurden durch die Anstrengung Spurenelemente und Vitamine verbraucht und nicht genügend zugeführt. Ich wollte heute mal einen Apotheker fragen.

Tatsächlich gibt es eine echte Pyramide in Deutschland…

Vor der Anstrenung habe ich mir aber noch eine Stunde Zeit für etwas Sightseeing genommen (Meine ursprüngliche Idee, jeden Tag – außer Montags – ein anderes Museum zu besuchen, hatte ich ja schon aus Zeit- und Ischias-Gründen gestrichen.).

Karlsruhe als geplante Fächerstadt hat wirklich einen ganz besonderen Charakter. Welche andere deutsche Stadt verfügt z.B. über eine Pyramide als Grabmal mitten in der Fußgängerzone? (Die Pyramide war übrigens mal Gegenstand einer Frage in der tollen Radioshow „Allein gegen alle“ (mit Hans Rosenthal), die ich als Kind geliebt habe (Ja, liebe Kinder, es gab tatsächlich früher mal Radioshows…). Der Kandidat wollte von der gegen ihn antretenden Stadt wissen, welcher Gegenstand in der Pyramide sei, der dort fehl am Platz ist. Die Lösung: Ein Regenschirm. Anlässlich des 150. Jubiläums der Stadtgründung oder so, war die Pyramide geöffnet worden und einer der Honoratioren hatte dabei seinen Schirm dort vergessen. [Warum um alles in der Welt kann man sich so ein unnützes Wissen merken, vergißt aber, wo man die Brille hingelegt hat?].).

Der „Platz der Grundrechte“ war eine Neuentdeckung für mich. Eine interessante Installation, bei der auf jeder Fahne zwei unterschiedliche Aussagen zu einem Rechtsthema gegenübergestellt wurden.

Ein netter Gärtner bot noch an, ein Foto von mir und dem Schloss zu machen, bevor ich dann endgültig auf die Strecke ging.

Das Karlsruher Schloss überflutet?

Der Abschnitt durch eine Karlsruher Parklandschaft entlang eines Flusses war schon ein erstes Highlight: Eine schöne Synthese von Kunst und Gartenkunst.

Es folgte eine längere Strecke der Umleitungen. Diese machten es mir unmöglich wie geplant an den Rhein zu kommen: Mal wurden in Abschnitten die Schnaken mit Hubschraubern bekämpft; mal wurden die Deiche erneuert.). So entschied ich mich dafür, die Residenzstadt Rastatt zu besuchen, aber auch da gab es wieder zwei gesperrte Radwege… (genervter Emoji). Das Schloss und die Stadt machten aber einen netten Eindruck und so gönnte ich mir dort einen frischen Salat und einen Toilettengang vor der Weiterfahrt.

Toilettenschild in Rastatt
Rastatter Marktplatz

Südlich kam ich endlich an den Rhein, aber nur, nachdem ich die letzten Kilometer auf der sehr stark befahrenen Straße nach Frankreich zurückgelegt hatte. Für das Linksabbiegen brauchte man da schon gute Nerven… 😉

Überraschend für mich war, dass das Niveau des Rheins hier doch durch die Eindeichung einige Meter über dem Niveau der Landschaft liegt. Man konnte nun stundenlang auf dem östlichen Rheindeich gen Süden fahren, aber irgendwann gab ich dem Drängen von Komoot nach und bin wieder auf die direktere Linie ausgewichen, um nicht am Ende über 100 km fahren zu müssen.

Kehl in der Abendsonne

Gegen 17:00 Uhr erreichte ich Kehl. Das Hotel ist ok, liegt aber „sehr verkehrsgünstig“… Ein kleiner Bummel durch diese vielleicht französischste deutsche Stadt rundete den Tag ab.

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