Tag 16: Mainz – Mannheim

  • Tourverlauf (bei Komoot): https://www.komoot.de/tour/t203331187?ref=atd
  • Wetter: Dauerrregen bis 17°
  • Länge: 76 km (Plan); 80 km (Ist)
  • Gesamtstrecke (Ist): 1059 km
  • Dauer: 5 Stunden;
  • Höhenunterschied: 160 m (+) / 130 m (-)
  • Highlights: Störche und Rehe, Radweg zwischen Autobahnspuren, Wormser Dom (wenn man Barock mag), Hotel in Mannheim
  • Ziel: NH Hotel ( http://www.booking.com/Share-8yBrHR)

Der Tag begann mit einem selbstgemachten Senseo-Kaffee und einem einfachen Frühstück auf dem Zimmer, eine Corona-Variante, die ich auch noch nicht hatte…

Statt Frühstück gab es vom Hotel ein nettes Lunchpaket

Um 9:00 Uhr kam – pünktlich wie immer – mein jüngster Sohn Alexander, der die nächsten zwei Tage mitfahren wollte. (Und das, obwohl die Wetteraussichten nur sehr bescheiden waren. Aber er hatte da ja auf seiner Neuseeland-Tour schon wesentlich Schlimmeres erlebt…)

Idylle auf dem Rheindeich

Komoot führte uns zunächst über schöne Mainzer Radwege in Richtung Süden, wodurch es doch noch über einige Anhöhen ging. Als wir dann endlich am Rhein waren, war ich überrascht, dass hier das Rheintal noch recht eng ist. Der Weinanbau herrschte hier vor und wir konnten beobachten, wie mit kleinen schmalen Treckern alle langen Triebe einfach abgeschnitten wurden, um die Qualität der Trauben zu verbessern. (Bei diesem optimierten Weinbau muss man sich wundern, dass zu römischer Zeit das Rheintal viel mehr Wein geliefert hat als heute. Aber da gab es wohl auch viel mehr Flächen.)

Ab Oppenheim fuhren wir mal auf der dem Rhein zugewandten Seite des Deichs Pfützenslalom und mal auf der abgewandten Seite auf schönen Asphaltwegen. Man blieb also auf dieser Seite, was den Vorteil hatte, dass wir Rehe und Störche ganz nah beobachten konnten.

Der Dom zu Worms

In Worms machten wir Mittagspause. Wir wollten stilecht pfälzisch essen und sind folgerichtig in einem Nordsee-Restaurant gelandet…😁

Das Zentrum von Worms bietet einige nette Ecken (U.a. die, an der Luther sein berühmtes „Hier stehe ich, ich kann nicht anders. Gott helfe mir. Amen“ gesagt hat.). Insgesamt fanden wir die Stadt aber eher enttäuschend. Der Dom ist nichtsdestotrotz beeindruckend: Hier kann der Pfarrer wählen, ob er den Gottesdienst im Ost- oder im Westchor abhalten will. Die Sitzbänke sind ab der Mitte entsprechend ausgerichtet.

Da wir auf der linksrheinischen Seite unterwegs waren, mussten wir für unser Ziel Mannheim noch den Rhein überschreiten, was ich über die Autobahnbrücke machen wollte. Am Sockel der Brücke suchte ich vergeblich die Rampe, aber das Radwegschild machte klar, dass wir die Treppe zu nehmen haben. Nur mit Alex‘ Hilfe konnte ich das schwere Rad die vielen Stufen nach oben wuchten (Jetzt wusste ich, warum er dabei sein musste…😉). Oben auf der Brücke verlief der Radweg zwischen den beiden Fahrtrichtungen. „Sehr idyllisch“ schrie ich zu Alex, aber er hatte mich wohl nicht verstanden…

A6 mit Theodor-Heuss-Brücke über den Rhein und dem lautesten Radweg Deutschlands zwischen den Fahrspuren.

Bis Mannheim war es dann nicht mehr weit. Aber innerhalb der Stadt hatten wir dann noch sehr lange wegen der vielen Ampeln gebraucht. Für Sightseeing hatten wir somit auch keine Lust mehr.

Das NH Hotel war wirklich der Hammer, obwohl wir mit 34€ pro Person (inkl. Frühstück) genauso viel zahlten, wie für eine Jugendherberge. Ein Problem war noch die Unterbringung der Räder, aber die freundliche Empfangsdame fand eine Lösung, für die wir allerdings die dreckigen Räder durch das Foyer schieben mussten. Überhaupt machten wir beide nach der Pfützenfahrt nicht gerade den passenden Eindruck für dieses luxoriöse Businesshotel…

Auf dem Rückweg vom Abendessen beim Chinesen konnten wir noch beobachten, dass man nicht unbedingt in die Rheinauen muss, um Störche zu beobachten.

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