Tag 1: Scharbeutz – Ratzeburg

  • Tourverlauf (bei Komoot): Scharbeutz – Ratzeburg https://www.komoot.de/tour/r191818145?ref=atd
  • Wetter: Sonnig, bis 25°
  • Länge: 46 km (Plan), 50 km (Ist)
  • Gesamtstrecke (Ist): 50 km
  • Dauer: 3 Stunden
  • Höhenunterschied: 250 m (+) / 280 m (-)
  • Highlights: Lübeck mit Promenade am Graben, Ratzeburger Dom, Küchensee, Vegetarische Antipasti in der Farchauer Mühle
  • Ziel: Hotel Farchauer Mühle (http://www.booking.com/Share-625NkF)

Die schöne Pfingstradtour mit unseren Freunden war viel zu schnell vorbei. Nach einem schönen Frühstück im Freien, ging es ans Packen. Etwas Mühe machte dabei der Stecker von unserem Fahrradgepäckträger. Es brauchte schon den vereinten Sachverstand und einige Techniktourette-Anfälle, bis sich der Stecker endlich einsetzen ließ. Dann trennten sich unsere Wege: Alex begleitete mich noch bis Lübeck, wo wir auch Sigrid wieder treffen sollten (Alex wollte abends dann mit dem Zug (ohne Umsteigen)bis Mainz fahren.

Abschiedsfrühstück mit der Pfingstradrunde (Natürlich säuberlich getrennt!)

Die Streckenführung nach Lübeck hatte ich komplett Komoot überlassen, musste aber sehr schnell lernen, dass man da zwar eine sehr schnelle, aber nicht unbedingt schöne Route angeboten bekommt. Wir fuhren weite Teile an der stark befahrenen Travemünder Straße entlang und erst kurz vor dem Ziel konnten wir davon abweichen (Da zeigte uns Kommot nämlich alle Schönheiten des Lübecker Industriegebiets und des Hafens, inklusive der Kläranlage.). Highlight war eine Hubbrücke, die wir nehmen sollten, wobei wir aber erst nach ein paar Minuten realisierten, dass die Brücke zwar wunderbar angehoben war, aber nicht im Traum daran dachte, sich auch wieder abzusenken.

Fahrt mit Alex nach Lübeck. Highlight: Dauerhubbrücke im Lübecker Hafen…

Als wir dann endlich in der Innenstadt ankamen, war das nächste Problem uns mit Sigrid zu treffen. Parkplatzprobleme, Navigationsprobleme und sogar noch ein kleiner Unfall mit Sigrids Rad ließen das ganze schwieriger gestalten als gedacht.

Dann hatten wir uns endlich wieder und feierten dies mit einem schönen Essen hinter dem Holstentor, direkt am Graben, der die Innenstadt umgab. Beim anschließenden Rundgang fand ich vor allem die Häuser entlang des Grabens bemerkenswert:Ganz viele Bewohnen nutzten das schöne Wetter, indem sie ihre Gartenstühle zwischen Haus und Wasser aufstellten, sich mit Nachbarn unterhielten, den Kinderspielen zusahen oder der Brass Band lauschten, die auf einem Kahn ein kostenloses Konzert gaben. Schöner kann man doch kaum wohnen…

Als Alexanders Abfahrt gekommen war, startete ich ab der Innenstadt in Richtung Ratzeburg, während die beiden zum Lübecker Bahnhof fuhren (Ich hätte Sigrid vielleicht noch sagen sollen, dass man die Klammern beim Fahrradträger nicht überdrehen darf…)

Auch hier führte die Fahrt lange an der Bundesstraße entlang und ich nahm mit vor, an den nächsten Tagen die Tour vorher auf der Karte zu prüfen und ggf. Wegpunkte an schöne Stellen zu setzen (Flussläufe o.ä.). Ab der Nordspitze des Küchensees konnte ich aber entspannt auf netten Rad- und Wirtschaftwegen gen Ratzeburg radeln. Hier gab es einige heftige Steigungen, wo ich zum ersten Mal merkte, wie gut so eine E-Bike-Unterstützung tut.

Kurze Stippvisite auf der Ratzeburger Insel

Ratzeburg selbst kannte ich schon und so gönnte ich der schönen Altstadt nur eine kurze Visite. Ich war eher auf das vielversprechende Hotel Farchauer Mühle gespannt, das am Südende des Sees liegt. Auch der Weg dahin durch den schattenspendenden Wald war schon ein Genuß. An einer Badestelle wäre ich sogar fast noch ins Wasser gegangen, wenn mich nicht die Wertgegenstände (und die 14° Wassertemperatur…) davon abgehalten hätten.

An der Badestelle im Küchensee ist mein Innerer Schweinehund gegen ein Bad (nur wegen der 14°…)

Das Hotel lag dann wirklich so idyllisch da, wie erhofft. Es ist eigentlich mehr ein gutes Ausflugslokal, hat aber auch ein paar schöne Zimmer mit eigener Veranda. Der See hat dort einen eigenen Anleger, so dass es auch für Kanuwanderer ideal ist. Mein Zimmer hatte noch eine besondere Attraktion: Ein Beet mit Mammutblattpflanzen direkt vor meiner Veranda.

Ein Traum am See: Hotel Farchauer Mühle
Anleger der Farchauer Mühle

Dieses Hotel wäre sicher auch mal ein guter Halt für unsere Pfingstradgruppe (Einziger Nachteil: Das WLAN funktionierte nicht besonders.)

Mammutblätter vor meinem Zimmer

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