Deutschlandradtour 2020: Der Prolog als Epilog

Über zwei Jahre, nachdem ich meine Deutschlandtour von Lübeck bis Konstanz gemacht habe, kam ich nun endlich dazu, die ersten vier Tage nachzuholen, die ich damals Corona-bedingt weglassen musste. Somit ging es am Dienstag, dem 21.06.2022, ersteinmal mit der Bahn von Oldenburg nach Flensburg.

Verunsichert durch Horrormeldungen über Heerscharen von 9€-Reisenden und durch mehrere Mails des Bahn Reisebegleiters, der mir immer wieder versicherte, dass es eine Fahrplanänderung gegeben habe und ich unbedingt eine Alternative zur gebuchten Reise suchen solle, fuhr ich früh los, um eine Regionalbahn früher nach Bremen zu kommen. 13 Minuten als Umsteigezeit erschienen mir nun doch zu kurz. Diese Vorsicht stellte sich dann als unbegründet heraus, denn auf die Bahn kann man sich ja verlassen: Der Anschlußzug hatte 10 Minuten Verspätung…

Mein Rad bekam den letzten freien Platz im ICE und somit wurde es ein echtes 3D-Puzzle, es an den Haken zu hängen. Ich verzichtete auf meinen Platz in der 1. Klasse und blieb auf einem freien Sitzplatz in der Nähe. In Hamburg hatte ich über 20 Minuten für den Wechsel, so dass ich das schwere Rad ganz in Ruhe über eine Rolltreppe nach oben und eine normale Treppe nach unten auf das Nachbargleis bugsieren konnte (Mit 70 möchte ich das auch nicht mehr machen… 😉 ).

Trotz der vielen Räder ergatterte ich einen Platz im ersten Wagon und war nun sicher, dass ich rechtzeitig in Flensburg sein würde, wo ich mich mit meinen alten Kollegen treffen wollte. Mein Ausstand fand im dortigen Gnomenkeller statt, was eine ausgezeichnete Wahl war: Absolut empfehlenswert (gnomenkeller.de).

Das gebuchte Hotel am Fjord fiel dagegen eher in die Kategorie „Na ja“: Sehr nettes Personal, schön renoviert, tolles Frühstück, aber ein winziges Zimmer und ein noch kleineres Bad (Auf das Auffüllen meiner Wasserflasche musste ich verzichten, weil das (Hand-)Waschbecken zu klein war…)

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